Notiz: ICQ mit alternativen Clients wieder zum Funktionieren bringen

Und wieder ein Grund mehr, allen Freunden, welche noch ICQ nutzen, Jabber als Chatprotokoll der Wahl ans Herz zu legen: Seit gestern funktioniert ICQ mit freien Clients wie Kopete, Empathy oder Pidgin mal wieder nicht.

Das Problem äußert sich in den meisten Fällen dadurch, dass der ICQ-Server scheinbar das Passwort nicht mehr akzeptiert. Zum Glück kann man den Fehler in diesem Fall sogar selbst und recht leicht beheben, zumindest, wenn man den KDE-Messenger Kopete nutzt:

Einfach den Login-Server in den Einstellungen des Accounts von login.oscar.aol.com zu login.icq.com abändern und die Portnummer auf 5190 setzen – fertig.
Patches für Kopete, die diese Änderung automatisch durführen sind bereits fertig und auch Empathy arbeitet an dem Problem.

An ICQ zeigt sich meiner Meinung nach mal wieder besonders deutlich, warum man sich nicht auf proprietäre Software eines Anbieters verlassen soll und warum vor allem proprietäre Formate und Protokolle inzwischen ein echtes Problem unserer IT geworden sind.

Gleichzeitig haben aber auch alle freien Chatclients hervorrangend und sehr schnell auf die Änderungen reagiert. (Ein Vorteil freier OpenSource-Software) Großes Lob an die Entwickler dafür!

EDIT: In einigen Fällen hilft es auch, SSL für die Verbindung zu deaktivieren.

16 Comments

  • martin88 commented on 16. November 2010 Reply

    Danke für den Hinweis mit dem neuen Server, funktioniert übrigens auch mit Pidgin, man muss nur neben dem neuen Server auch noch SSL deaktivieren. Noch ein Argument gegen ICQ. Aber Masse ist halt nicht nur träge sonder auch dumm. Heil ICQ.

    • Daniel commented on 18. November 2010 Reply

      Hallo

      Ich hatte mich schon gewundert warum mein Pidgin sich nicht mehr einloggen kann isn ICQ. Dank des Tipps geht es wieder wie cool 🙂 danke

  • Zeitkasten commented on 16. November 2010 Reply

    Bin ein bisschen verwirrt… Nutze Pidgin, aber hatte keine Störung… und das ganze läuft auch über SSL… Bei meinen Bekannten mit Pidgin ebenfalls keine Probleme… Hab ich was verpasst?

  • Huhn commented on 16. November 2010 Reply

    Hatte das Problem auch heute Nachmittag als ich heimgekommen bin. Ich habe den einen Haken “Benutze SSL” bei Pidgin entfernt und das hat schon gereicht 🙂

  • martin88 commented on 16. November 2010 Reply

    Bei mir funzte es zumindest nicht mehr. Ich nutze Ubuntu 10.04 mit Pidgin 2.6.6

  • Boe commented on 16. November 2010 Reply

    Ich verwende Pidgin 2.7.5 und hatte das gleiche Problem. In den Einstellungen zu meinem ICQ Account habe ich “clienLogin” aktiviert und seitdem funktioniert es wie vorher.

    LG

  • Gast commented on 17. November 2010 Reply

    Schön, wie du unliebsame Kommentare zensiert. Passt.

    Um meinen Post mal anders auszudrücken: OpenSource ist keine Sekte, also bitte hört auf Leute wie ein Scientologe missionieren zu wollen!

    • Blah commented on 17. November 2010 Reply

      @Gast: Dem kann ich so nicht ganz zustimmen. Schliesslich hat er einen Artikel geschrieben, der über den Ausfall von ICQ informiert (was ich z.B. nicht wusste, da mein pidgin weiterhin tadellos funktioniert hat).
      Zudem ist es wegen der Inkompatibilität der verschiedenen Protokolle durchaus im Interesse der Jabber-Nutzer, andere Leute auf dieses Protokoll hinzuweisen.

      Wie gesagt, bei mir ging ICQ unter pidgin lückenlos, ich meine mich jedoch auch zu erinnern dass Arch Linux schon einige Tage vorher ein entsprechendes Update rausgebracht hat, was den login-Server geändert hat. Da haben andere Distributionen wohl einfach geschlafen 😉

    • Ximion commented on 17. November 2010 Reply

      Hä? Kommentare werden auf diesem Blog generell nicht zensiert, gelöscht wird nur Spam und ausgeblendet werden perönliche Beleidigungen (egal, wem gegenüber) etc. von denen es bis jetzt aber kaum welche gab.
      Es gibt keinen Beitrag von dir im Spamfilter, also ist auch nichts zensiert.
      Zum Thema:
      Wenn ICQ Probleme macht, und zwar aufgrund seiner Politik (proprietär) so kann man auf Alternativen hinweisen. Da ich von FLOSS überzeugt bin, kann ich die Software auch problemlos guten Gewissens jedem empfehlen. Ob die Software dann auch genutzt wird, entscheidet letztendlich jeder selbst, und wenn jemand z.B. weiter ICQ nutzen will habe ich kein Problem damit. Die OSS-Community mit einer Sekte wie Scientology zu vergleichen ist vollkommen falsch: Nirgendwo hat man mehr Freiheit, als mit OSS. Und dazu gehört auch die Freiheit, proprietäre Software zu verwenden, wenn man die besser findet ebenso wie die Tatsache, fremde Meinungen zu akzeptieren.
      Gleichsam gehört aber auch dazu, Anderen neue Software zu empfehlen und Anderen ebenfalls eine Wahl zu bieten. (Wahl != Jemanden zwingen etwas zu nutzen)

  • ruby2k commented on 17. November 2010 Reply

    Ich benutze empathy auf Ubuntu 10.10, dort reicht es anscheinend nicht den Loginserver zu ändern. Hier kann ich mich immer noch nicht einloggen. Die einzige weitere Einstellungsmöglichkeit ist der Port, dieser steht per default auf 5900. Hat jemand eine Ahnung ob sich der Port auch geändert hat?

  • Ben commented on 17. November 2010 Reply

    Nunja, streng genommen gab es bei ICQ gar kein Problem. Denn der originale Client hatte keinerlei Probleme. Und nur diesen darf man nach den Nutzungsbedingungen nutzen. Alternative Clients werden zwar geduldet, aber wohl nur, weil ICQ sonst zu viele User verlieren würde.
    Von daher ist deine Argumentation nicht wirklich schlüssig.

    • Ximion commented on 17. November 2010 Reply

      Das Problem existiert für das Protokoll, nicht den Client. Dadurch dass das proprietäre Protokoll geändert wird, werden viele Clients ausgeschlossen -> Problem des Protokolls. Ein Protokoll sollte festgelegt werden und sich danach nicht mehr ändern (oder Notfalls mit Ankündigung)
      Das “Problem” von ICQ kann man also auch als “Nachteil” von ICQ definieren.
      ICQ selbst, die Firma und der original-Client haben das Problem zwar nicht, was aber nicht heißt, dass es nicht generell existiert.

      • Ben commented on 17. November 2010 Reply

        Solange das Protokoll mit der Software kompatibel ist, womit es genutzt werden soll und darf sehe ich hier kein Problem. (Durchaus aber ein Kritikpunkt.)
        Aber die Argumentation: “ICQ ist schlecht, weil sie ihr Protokoll einfach ändern und so die NICHT ZUGELASSENEN Clients nicht mehr funktionieren….” ist meiner Ansicht nach nicht schlüssig.

        (btw. mir wäre es auch lieber, alle Welt würde auf Jabber wechseln)

        • Ximion commented on 17. November 2010

          Mit dieser Sichtweise hast du natürlich recht.
          Nach meiner Meinung sollte ein Protokoll, wenn es einmal festgelegt ist, sich nicht mehr ändern, siehe z.B. HTTP. Angenommen irgend jemand käme auf die Idee, HTTP einfach mal abzuändern, so wären die Folgen fatal.
          Da ICQ keine anderen Clients zulässt, könnte man auch folgende Kritik formulieren: “ICQ ist schlecht, weil sie keine weiteren Clients zulassen” oder “ICQ ist schlecht, weil sie den aktuellen Client nur für Windows anbieten, die Mac-Version veraltet ist und keine Linux-Version existiert.”

  • DIDIOpladen commented on 17. November 2010 Reply

    Ich habe es so gemacht – einfach Update auf “Pidgin 2.7.5 (libpurple 2.7.5)”
    1. Pidgin schließen (wenn es offen ist)
    2. Diese Datei hier downloaden (https://launchpad.net/~pidgin-developers/+archive/ppa/+files/pidgin-ppa_0.0.3_all.deb)
    3. ein Doppelklick auf die pidgin-ppa_0.0.3_all.deb und installieren
    4. alles nachher schließen
    5. Menü – System – Systemverwaltung – Aktualisierungsverwaltung
    6. Dort prüfen klicken
    7. Installieren
    8. Pidgin wieder starten

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